Grüner Irrsinn: DSW21 stellt auf unausgereifte E-Busse um!

Wieder einmal rennen die Verantwortlichen aus Stadtverwaltung und dem Tochterunternehmen DSW21 dem grünen Zeitgeist hinterher. Die neueste blendende Idee sind nun vollständig elektrisch betriebene Busse, die spätestens ab 2022 zunächst auf den Linien 470, 440 und 437 fahren sollen. Das meldete die Ruhr Nachrichten in einem Artikel. In den nächsten 10 bis 12 Jahren soll dann die gesamte Flotte von DSW21 auf vermeintlich umweltschonende Fahrzeuge umgestellt werden. Dafür lassen sich die Stadtwerke einiges Kosten: Allein die 30 Fahrzeuge für die drei oben genannten Linien werden rund 24 Millionen Euro kosten, das Land NRW legt noch einmal 17,8 Millionen Euro oben drauf, sodass sich die gesamten Kosten auf Rund 41,8 Millionen Euro summieren. Ein absoluter Wahnsinn, wenn man bedenkt dass zumindest die Fördergelder vom Land aus Steuergeldern finanziert werden. Doch auch die Kosten, die von den Stadtwerken übernommen werden, werden sicherlich über Umwege von den Dortmunder Bürgern finanziert, sind die Stadtwerke doch teils ein Unternehmen Stadt Dortmund. Es dürfte sicherlich auch vielen Dortmunder Bürgern unbegreiflich sein, wie man in einer Stadt, die eine der höchsten Armutsquoten in Deutschland aufweist (wir berichteten) und in der bezahlbarer Wohnraum knapper und knapper wird (wir berichteten ebenfalls) derartig viel Geld für Prestige Projekte mit bestenfalls zweifelhaftem Nutzen ausgeben kann, anstatt sich um dringliche Belange der Bürger zu kümmern.

So vermeldeten die Stadtwerke bereits, dass die neuen Busse bestenfalls eine Reichweite von etwa 200 Kilometern hätten. Daher habe man vor, beispielsweise am Betriebshof Brünninghausen eine Umsteigehaltestelle einzurichten, an der Fahrgäste dann von einem Bus mit leerem Akku in einen Bus mit vollem Akku umsteigen müssten, bevor die eigentliche Fahrt fortgesetzt werde könne. Auf den besagten Busstrecken mit derartig hoher Taktung dürfte dies bei einer so geringen Reichweite der Busse quasi ständig passieren. Ob man damit bei Fahrgästen auf hohes Verständnis stößt – denn schließlich erhöht sich die Fahrtzeit auf diesen Linien damit deutlich – bleibt zumindest fraglich.

Auch der viel beschworene Umweltaspekt von Elektrofahrzeugen ist zumindest diskussionswürdig, werden viele seltene Materialien und Erden, die für Motor und Akku derartiger Fahrzeuge benötigt werden, doch in Ländern der dritten Welt unter fragwürdigsten Arbeitsbedingungen und mit schweren Umweltschäden gefördert. Einige Erden werden darüber hinaus fast ausschließlich in China gefördert. So macht man sich weiter abhängig von einem vom Kommunismus angetriebenen Regime, welches uns im Grunde genommen feindlich gesinnt ist. Doch auch die Brandgefahr derartiger Fahrzeuge ist nicht zu unterschätzen. Sollte der Akku eines Elektrofahrzeuges in Brand aufgehen, kann die Feuerwehr einen solchen Brand oftmals nur noch dadurch bekämpfen, dass das gesamte Fahrzeug über viele Stunden in einem Wassertank versenkt wird, denn eine konventionelle Löschung mit Wasserschläuchen oder Schaum ist nicht möglich. Dies mag bei einem PKW für die Feuerwehr noch möglich sein, bei einem Bus stellt sich die Frage, wie man eventuelle Brände überhaupt unter Kontrolle bringen will. Auch vor diesen Hintergründen ist es zweifelhaft, dass Elektroautos das viel beschworene Wundermittel zur Bekämpfung des Klimawandels sind, zumal ein Großteil klimaschädlicher Emissionen ohnehin aus anderen Quellen kommen.

Die Anschaffung dieser Busse ist somit unterm Strich ein weiterer politischer Aktionismus und reiht sich ein in eine lange Liste von Prestigeprojekten der Stadt, die oftmals nicht viel mehr sind als pure Geldverschwendung. Dies hat mit Realpolitik oder der wirklichen Bekämpfung der Nöte Dortmunder Bürger wahrlich nichts zu tun.

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