Dortmund: Zahl der Wohngeldbezieher steigt stark an!

Die Anzahl der Bezieher von Wohngeld in Dortmund 2020 im Vergleich zu 2019 ist stark angestiegen. Das gab die Stadtverwaltung auf ihrem Internetauftritt bekannt. So steigerte sich die Anzahl der Empfänger von rund 9.800 Personen im Jahr 2019 auf rund 12.900 Personen im Jahr 2020. Die Stadtverwaltung gibt als Grund die Covid-19 Pandemie und die Folgen an, die unser Land weiterhin fest umklammert hält und vielen Menschen die Lebensgrundlage raubt.

Widersprüchlich mutet vor diesem Hintergrund an, dass sich die Zahl der Sozialwohnungen im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 430 Wohnungen sogar verringert hat. Bis zum Jahr 2030 soll die Zahl der Sozialwohnungen sogar von heute noch 23.165 Wohnungen auf nur noch 13.000 Wohnungen sinken. Besonders perfide: Im gleichen Atemzug verkündete die Bundesregierung stolz, ihre Initiative mit dem etwas merkwürdig anmutenden Namen „Wohnraumoffensive“ sei bereits jetzt ein voller Erfolg und die zentralen Punkte bereits umgesetzt. Hier bleibt zu klären, ob die Bundesregierung in der Planung ihrer „Offensive“ das Ruhrgebiet schlichtweg vergessen hat, immerhin hat die Region ja nur 5.1 Millionen Einwohner, oder ob die Stadt die Fördergelder lieber in so sinnvolle Projekte wie „grüne“ Busse (wir berichteten) gesteckt hat, anstatt bezahlbaren Wohnraum weiter auszubauen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann man von einer erfolgreichen Initiative des Bundes zumindest in Dortmund jedoch kaum sprechen. Dabei kündigte Dortmunds Oberbürgermeister Westphal (SPD) zu Wahlkampfzeiten und zu Beginn seiner Amtshandlungen noch großspurig an, sich zum Ziel zu nehmen, eben jenen bezahlbaren Wohnraum sichern, beziehungsweise nachhaltig schaffen zu wollen – bizarr.

Klar ist, dass die stetig steigenden Mieten in Dortmund (wir berichteten) immer mehr Dortmunder vor große Probleme stellt. Es erscheint paradox, dass sich vor diesem Hintergrund die Zahl der Wohnungen so drastisch reduzieren soll. So wäre es Aufgabe der Politik, sich der sozial schwachen Bürger anzunehmen und ihnen zu helfen. Hier offenbaren sich wieder einmal die Prioritäten der selbst ernannten Arbeiterpartei SPD, die in Dortmund seit Ende des zweiten Weltkriegs den Oberbürgermeister stellt und Dortmund stolz als ihre „Herzkammer“ bezeichnet. Offenbar hat man im Laufe der Jahre gänzlich vergessen, dass es nicht reicht sich nur als sozial zu bezeichnen, sondern im Gegenteil auch Taten folgen lassen muss. Anstatt den Schwächsten unter uns zu helfen, konzentriert man sich in Dortmund lieber auf völlig unsinnige Projekte. Die vielen Menschen in unserer Stadt, die von Armut bedroht sind, (hier nimmt Dortmund mittlerweile bundesweit einen der Spitzenplätze ein) scheinen dieser Partei jedenfalls völlig egal, wie sie jeden Tag aufs Neue beweist. Es bleibt zu hoffen, dass dies immer mehr Dortmunder Bürger erkennen und sich endlich einer vernünftigen, nationalen Politik zuwenden, die ihre Nöte ernst nimmt und bemüht ist, diese zu lindern. Offenkundig ist: Die etablierten Parteien haben die Lebensumstände des einfachen Volks völlig aus den Augen verloren, von ihnen ist keine ernstzunehmende Lösung der sozialen Frage zu erwarten. Wenn dies schon die große „Wohnraumoffensive“ der Bundesregierung sein soll, dann muss man sich wirklich fragen, ob die Bundesregierung und die Politik den Bürger veralbern wollen, oder nun endgültig den Bezug zur Realität verloren haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.