Kriminalitätsstatistik 2020: Mehr Straftaten trotz Corona in Dortmund!

Die Dortmunder Polizei stellte die aktuelle Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2020 vor. Demnach ist die Zahl der registrierten Straftaten um 0,7 Prozent angestiegen. Zählte die Behörde 2019 noch 61.727 Strafverfahren, so vermeldet diese ein Jahr später 61.769 Fälle. Gesunken hingegen ist die Aufklärungsquote von begangenen Taten um 1,8 Prozent.

In der Statistik der Kriminalitätsentwicklung für die Ruhrgebietsstadt präsentiert die Ermittlungsbehörde jährlich auch Ermittlungsverfahren, die aus ihrer Sicht im vergangenen Erfassungszeitraum herausragen. Mit dabei sind diesmal u.a. eine Jugendbande, die den östlichen Stadtteil Aplerbeck seit geraumer Zeit in Atem hält. Auf ihr Konto gehen neben zahlreichen Raubdelikten auch viele sonstige unredliche Delikte. Erst kürzlich berichteten wir über einen Ermittlungserfolg gegenüber zwei vermeintlichen Bandenmitglieder. Ein weiterer Punkt behandelt eine Straftat, die sich in der Halloween-Nacht 2020 ereignete und traurige Schlagzeilen machte. Hier wurde ein Familienvater, der mit seinem Sohn unterwegs war, mutmaßlich in Folge eines Streits mit einer größeren Personengruppe so schwer verletzt, dass er an den Folgen verstarb. Die Ermittlungen zu diesem Fall dauern laut Polizei noch an. Ein trauriger Höhepunkt in Hörde, wo seit längerer Zeit eine Negativschlagzeilen nach der anderen zu verzeichnen ist (wir berichten ebenfalls).

Interessanterweise handelt es sich bei den Hintermännern beider Vorfälle offenbar um Menschen mit Migrationshintergrund. Erkenntnisse, die nachfolgende Entwicklung unterstreicht. So ist laut Bericht die Ausländerkriminalität in Dortmund auf 43,4 Prozent angestiegen – ein Anstieg von rund 1,5 Prozent.

Im Hinblick darauf, dass Deutsche statistisch auf kommunaler Ebene betrachtet noch die Mehrheitsgesellschaft darstellen, sind die Zahlen der Straftätern mit Migrationshintergrund deutlich überproportional und bezeichnend. Denn im Grunde belegt sie doch die Tatsache, dass Migration gesellschaftliche Probleme bringt.

Unterm Strich bleibt zu konstatieren: Allein aufgrund des von Corona geprägten Jahres, das mit Restriktionen und Beschränkungen des öffentlichen Lebens einherging, hätte man durchaus annehmen können, dass sich diese polizeiliche Kriminalitätsstatistik tendenziell rückläufig gestaltet. Doch dies ist im Gesamtkontext mitnichten der Fall. Umso mahnender ist daher die Einschätzung der Dortmunder Polizeiführung im Bezug auf die Kriminalitätsentwicklung. So spricht Polizeipräsident Gregor Lange davon, dass Dortmund weiter so sicher sei, wie seit über 15 Jahren nicht mehr. Faktisch jedoch ist dies mit Vorsicht zu genießen, denn abgesehen davon, dass viele Bürger subjektiv schon lange das Vertrauen in eine Aufklärung von Straftaten verloren zu haben scheinen und daher sicherlich weniger Strafanzeigen getätigt werden, geht die Tendenz trotz der Corona-Pandemie nämlich in eine ganz andere Richtung.

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