Nahost-Konflikt entflammt wieder: Hunderte Menschen demonstrieren in Dortmund gegen die Politik Israels!

Derzeit eskaliert die Situation im Nahen Osten so drastisch, wie seit langem nicht mehr. Die Spirale der Gewalt verursachte nach nur wenigen Tagen Dutzende Tote auf beiden Seiten. Der Hintergrund der aktuellen Eskalation ist die Vertreibung mehrerer palästinensischer Familien aus ihren Wohnhäusern in Ost-Jerusalem. Israel möchte in dem Stadtteil Scheich Dscharrah derzeit einige Zwangsräumungen vollstrecken und beansprucht die Grundstücke für sich. Was ein israelisches Gericht als rechtmäßig ansieht, ist für die Betroffenen nur ein weiterer Landraub und eine Provokation eines andauernden komplexen Konfliktes. Aus anfänglichen Protesten wurde nun eine gegenseitige blutige, bewaffnete Konfrontation. Auch die UNO kritisierte die geplante Vorgehensweise der Israelis und spricht von möglichen Kriegsverbrechen in diesem Zusammenhang. Die Feststellung, dass u.a. diese Tatsache in der Presse kaum Erwähnung findet, dürfte damit zu tun haben, dass sich einige Medien teils sogar ganz offen (z.B. der Axel Springer-Verlag, welcher BILD-Urheber ist) an die Seite Israels stellen. Eine objektive Berichterstattung ist daher auch in diesem Fall wie so oft nicht zu erwarten.

Immer wieder kommt es von Seiten des jüdischen Staates – toleriert von den „westlichen Demokratien“ – zu völkerrechtswidrigen Annektionen palästinensischer Gebiete. Auch verhängte Embargos z.B. im Gaza-Streifen sorgen nicht gerade für eine längerfristige Deeskalation der Lage, sondern zu humanitären Problemen. Das Recht auf einen souveränen Nationalstaat wird den Palästinensern infolge faktisch verwehrt, was natürlich inakzeptabel ist. Die Folge sind immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Israel und militärisch vollkommen unterlegenden palästinensischen Kampfgruppen.

Die aktuellen Entwicklungen zogen am gestrigen Dienstag kurzfristig über 500 Menschen auf Dortmunds Straßen. In der Dortmunder Innenstadt versammelten sich auf der Kampstraße auf Höhe der Petrikirche Demonstranten, die sich solidarisch mit den Palästinensern zeigten und das Vorgehen Israels anprangerten. Auf Aufnahmen der Versammlung, die in den Sozialen Medien kursieren, sind nahezu ausschließlich Teilnehmer zu sehen, welche augenscheinlich eine arabische und südländische Herkunft aufweisen. So verständlich und richtig der Unmut und der Zorn gegenüber der misslichen Lage, in der sich das palästinensische Volk befindet, auch ist, wirken derartige Demonstrationen auf deutschem Boden dennoch befremdlich. Umso wichtiger wäre eine akzeptable Lösung des Konfliktes für das palästinensische Volk, sodass auch die hier lebenden Palästinenser wieder ohne Bedenken in ihr Heimatland zurückkehren können!

Ein Kommentar

  1. Beschnittene Populationen können nicht miteinander auskommen . Für die ist es leichter etwas zu zerstören anstatt etwas aufzubauen . Nun da die sich auch hier breit gemacht haben werden die Menschen mit ansteigender Gefährdung rechnen müssen .

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