Grenzkontrollen wirken: Mehrere Haftbefehle in Dortmund vollstreckt!

Mindestens vier Fälle wurden alleine diese Woche bekannt, bei denen die Bundespolizei Fahndungserfolge durch Kontrollen am Dortmunder Flughafen erzielte. Am Montag (17. Mai) konnte die Behörde gleich zwei Flüchtige dingfest machen. Am Mittag kontrollierten Beamte einen 69-jährigen Mazedonier, welcher offenbar zurück in sein Heimatland fliegen wollte. Soweit, so gut, wäre da nicht noch eine offene Haftstrafe gewesen. Gegen eine Zahlung von 1320 Euro konnte der Mann jedoch diese umgehen und durfte die Heimreise doch noch wie geplant antreten. Ähnliches hatte in den Abendstunden eine 21-jährige Frau aus Rumänien vor. Da die Rumänin jedoch auch von einem Amtsgericht zu einer geringen Freiheitsstrafe wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz bestraft wurde, hielt sie die Polizei zunächst auf. Nach einer Zahlung von rund 450 Euro durfte sie allerdings auch das Land verlassen.

Am Folgetag klingelte ebenfalls die Staatskasse. Beamte der Bundespolizei konnten zwei Rumänen am Flughafen der Ruhrgebietsstadt stoppen. Auch diese beiden Männer hatten noch Haftbefehle offen, welche diese vor Ort begleichen mussten. Alternativ hätte eine Haftstrafe gedroht. Bei den Kontrollierten handelte es sich um einen Ausreisewilligen 35-Jährigen und einen 48-Jährigen Einreisenden. Insgesamt konnte die Bundespolizei durch alle vier Personen über 5000 Euro kassieren.

Bereits am Freitag (07. Mai) konnte die Behörde einen noch größeren Erfolg verbuchen. Bei einer Kontrolle – ebenfalls am Dortmunder Flughafen – ging ihnen ein 25-Jähriger Afghane ins Netz. Bei dem Mann, welcher über Griechenland eingeflogen war, handelte es sich um einen in Deutschland verurteilten Vergewaltiger, der ursprünglich mal einen Teil einer Haftstrafe hier verbüßte, dann aber in seine Heimat abgeschoben wurde. Wegen seiner erneuten illegalen Einreise muss er nun aber seine Restfreiheitsstrafe absitzen. Der Mann konnte schlussendlich in eine JVA abgeführt werden.

Die Zufallserfolge in Dortmund bestätigen die Antwort einer kürzlich im Bundestag beantworteten Anfrage. So konnte der AfD-Bundestagabgeordneten Leif-Erik Holm in Erfahrung bringen, dass durch coronabedingte Grenzkontrollen innerhalb von nur zwei Monaten alleine an der deutsch-tschechischen Grenze in Bayern und Sachsen 147 Haftbefehle vollstreckt werden konnten. Hinzu kommen 1265 Erfassungen illegaler Grenzübertritte in die Bundesrepublik. Auch zahlreiche weitere Straftaten konnten durch diese Maßnahmen aufgeklärt werden. Unterm Strich gilt also festzuhalten: Grenzkontrollen jeglicher Art wirken!

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