Misswirtschaft: DFB-Museum entwickelt sich zum Millionengrab, weitere Dortmunder auf Tafel angewiesen!

Auf der einen Seite gerät ein Prestigeprojekt erwartungsgemäß immer weiter aus den Fugen und kostet dem Steuerzahler Unmengen, auf der anderen Seite sind immer mehr Dortmunder auf die Hilfe der Dortmunder Tafel angewiesen. Zwei Beispiele, die konträrer wohl kaum sein könnten. Doch sie verdeutlichen die Misswirtschaft der Etablierten in Dortmund, allen voran die der SPD, und zeigen das immer größere Auseinanderklaffen in Sachen Einschätzungen von Bürgerbelangen zwischen Politik und Bevölkerung auf.

Das Deutsche Fußballmuseum sorgt schon länger für rege Diskussionen. Weil der DFB aufgrund einer Klausel mit nur 250.000 Euro pro Jahr für sein Museum haftbar gemacht werden kann, muss der Restbetrag von der Stadt Dortmund beglichen werden. In der Praxis sorgte dieses Abkommen beispielsweise dafür, dass für das Jahr 2020 nicht wie anfangs veranschlagt 292.000 Euro, sondern eine satte Summe von 900.000 Euro an städtischen Kosten anfielen. Ein Verlustgeschäft, welches auch in der jüngeren Vergangenheit bereits beim Bund der Steuerzahler für reichlich Kritik sorgte. Auch bei der vergangenen Ratssitzung am 20. Mai stand das teure Museum wieder auf der Tagesordnung, da auch hier durch die Corona-Maßnahmen sich die Lage finanziell nicht gerade verbesserte. Wieder wurden daher rund 700.000 Euro durchgewunken – wenn auch gegen die Stimmen von der AFD und Die Rechte.

Abseits dieser Steuergeldverschwendung ist die soziale Not in unserer Stadt immer wieder ein Thema, was auch neue Zahlen belegen. Aufgrund des coronabedingten Wegfalls von Einnahmen gehören immer mehr Stundenten, Kellner, Verkäufer oder Rentner zum Kundenstamm der Dortmunder Tafel. Derzeit versorgen sich rund 3.600 Menschen regelmäßig bei der Dortmunder Tafel.

Unterm Strich muss sich die Politik die Frage gefallen lassen, ob diese finanziellen Mittel nicht anderweitig hätten investiert werden können. Angesichts der nun bekannten weiteren Verarmung von Teilen der Gesellschaft, wäre hier beispielsweise ein Förderprogramm oder ein Hilfsfond für die wirtschaftlich Geschädigten der Corona-Restriktionen notwendiger und sinniger gewesen, anstatt die monetären Mittel derartig in einem vieler Leuchtturmprojekte zu verpulvern. Der Fakt, dass ausgerechnet das Deutsche Fussballmuseum maßgeblich in der Amtszeit des ehemaligen Oberbürgermeisters Ulrich Sierau (SPD) besiegelt wurde, spricht Bände – gerade unter der Prämisse, dass die Sozialdemokratie in der öffentlichen Wahrnehmung immer wieder als Partei der kleinen Leute gilt. Dass dem jedoch nicht so ist, beweist sie auch in Dortmund mit asozialer Politik regelmäßig aufs Neue!

Ein Kommentar

  1. Es muss auch bedacht werden, das im Umfeld dieses Polit Tempels viele beschnittene Verbrecher rumlaufen. Kaum einer will sich doch auf dem Weg zum Museum von BRiD Gästen anpöbeln oder Abstechen lassen. Alleine Die Anfahrt über den HBF erinnert eher an ein Militärischen Marsch als an gemütliche Freizeit Gestaltung . Warum geht denn keiner mehr gerne in die Innenstadt ? Weil das Risiko zu hoch ist .

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