Dortmund-Hörde: Gegend um den Phoenix-See wird weiter gentrifiziert!

Wie nun bekannt wurde, plant die Stadtverwaltung Dortmund im Stadtteil Hörde weitere Umgestaltungsmaßnahmen rund um den Phoenix-See. So sollen zum Beispiel die Faßstraße und weitere um den See gelegene Straßen umgestaltet werden. Auch sollen wohl mindestens 2 neue Quartiere in Hörde entstehen. Auffällig hierbei: In zumindest einem Quartier werden Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und sogenannte „Stadtvillen“ geplant. Dies deckt sich mit dem bisherigen Vorgehen der Stadtverwaltung, die schon rund um den Phoenix-See Häuser entstehen ließ, die für den normale Bürger nicht nur niemals erschwinglich sein dürften, sondern auch das teuerste Pflaster in ganz Dortmund darstellt. Ein skurriler Schachzug der vermeintlich so sozialen SPD, wenn in Zeiten, in denen die Mietpreise mehr und mehr steigen, sowie immer mehr Bürger in Sachen bezahlbaren Wohnraum in die Röhre gucken (wir berichteten), zugleich derartige Luxusimmobilien realisiert werden.

Hiervon verspricht man sich wohl eine weitere Gentrifizierung des südlichen Stadtteils. Zwar wird es nirgendwo offen ausgesprochen, doch dürfte es das langfristige und offensichtliche Ziel sein, die Mietpreise in Hörde so weit zu erhöhen, dass alt-eingesessene Hörder Bürger, die oftmals von kleinen Renten leben und früher bei Hoesch gearbeitet haben, in diesem Stadtteil keine Zukunft mehr haben. Stattdessen möchte man weiteren Wohnraum für Reiche schaffen, von denen man sich wohl höhere Grundsteuern und andere Einnahmen erhofft als von Rentnern, Normalverdienern oder Empfängern von Sozialhilfe. Widersprüchlich in diesem Zusammenhang: Während auf der einen Seite weder Kosten noch Mühen gescheut werden, den Stadtteil vermeintlich aufzuhübschen, bekommt die Politik auf der anderen Seite die Kriminalität rund um den Hörder Bahnhof nicht in den Griff (wir berichteten). Und auch für die Besucher rund um den Phoenix-See bieten sich allzu oft das bekannte Bild der Überfremdung – so wie in viele andere Stadtteilen auch –, wenn dort entsprechendes kulturfremdes Klientel flaniert.

Es bleibt abzuwarten, ob es der Politik vor diesem Hintergrund gelingt, Hörde für Reiche langfristig wirklich attraktiv zu machen. Fest steht jedoch: Hier wird wieder Politik gegen die Interessen der durchschnittlichen Dortmunder Bevölkerung gemacht, wieder einmal müssen ihre Interessen hinter denen von vermeintlich „wichtigeren“ Bürgern hinten anstehen. Der Grund: Auch die Etablierten in Dortmund scheinen lieber Politik für Lobby-Gruppen sowie ihresgleichen zu gestalten und haben sich von den Vorstellungen und Anliegen der Mehrheitsgesellschaft längst entfernt. Es gilt nun, diese Entwicklung weiter zu verfolgen, und über genauere Pläne und insbesondere die Mietenentwicklung in Hörder, sowie den bezahlbaren Wohnraum in Dortmund aufzuklären.

Ein Kommentar

  1. Also die werden sich freuen wenn die dort einziehen. Hat denen schon jemand gesagt was für Kreaturen in Hörde aktiv sind? Da gibt es beschnittene Populationen die Drogen handeln und Menschen abstechen. Genau genommen sind die Grundstücke Wertlos es sei denn die neuen Käufer stehen auf Mult Kult Verbrechen.

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