Bundestagswahl in Dortmund: Eine kleine Analyse aus „rechter“ Sicht!

Die Bundestagswahl 2021 ist vorbei. Einen klaren Regierungsauftrag durch ein starkes Mandat konnte keine Partei gewinnen. CDU/CSU (24,1,%) und SPD (25,7%) liegen recht gleich auf, Grüne (14,8%) und FDP (11,5%) fahren ebenfalls ein ähnliches Ergebnis ein. Hinblicklich Koalitionsbildungen ist die Option Rot-rot-grün durch das schlechte Ergebnis der Linken (4,9%) geplatzt. Aufgrund der 5-Prozenthürde ist sie nur durch wenige Direktmandate überhaupt in der kommenden Legislaturperiode im Bundestag vertreten. Um die Parteien FDP und Grüne hingegen wird eine zukünftige Regierung nicht drumherum kommen, ohne sie scheint es nicht zu gehen, wenn CDU und SPD weiterhin eine Neuauflage der sogenannten Großen Koalition (GroKo) ablehnen. Aus politisch rechter oder oppositioneller Sicht sind die Ergebnisse der AFD, der NPD, des III. Wegs und der erstmals angetretenen Partei Die Basis interessant. Die Alternative für Deutschland (AFD) kam auf 10,3 Prozent, die Nationaldemokraten (NPD) erhielten 0,1 Prozent, der III. Weg, welcher nur in Bayern und Sachsen antrat, kam auf 0,0 Prozent und die coronakritische Die Basis erzielten 1,4 Prozentpunkte. Letztere Partei ist zwar im klassischen Sinne inhaltlich keine rechte oder nationale Partei, da sie aus dem Querdenker-Umfeld kommt, wird sie jedoch medial dem rechten Spektrum zugeordnet und ist entsprechend gebrandmarkt worden.

Knapp jeder 10. Dortmunder wählte „Rechts“.

Schaut man sich die Zahlen über die Dortmunder Wähler an, ergibt sich in Reihenfolge nach erzielten Prozentpunkten folgendes Bild: SPD (34%), CDU (18,6%), Grüne (18,0%), FDP (9,4%), AFD (7,4%), Linke (4,6%). Die AFD verlor – wie auch im Bundesvergleich – zwar zur letzten Bundestagswahl Stimmen (-2,9 Prozent in Dortmund, bundesweit -2,3 Prozent), konnte aber dennoch bei einigen Wahlberechtigten wieder punkten. Am meisten Stimmen holte sie im Stadtbezirk Scharnhorst (12,0%) und Mengede (11,4%) (Alle Ergebnisse der Stadtbezirke und der einzelnen Wahllokale sind hier zu finden).

Die NPD erreicht 0,15 Prozent, Die Basis kommt auf 0,77 Prozent der Stimmen. Letztere hat aufgrund des Erstantritts folglich keine Vergleichswerte zur Analyse, die Nationaldemokraten hingegen verlieren – 0,16 Prozentpunkte auf kommunaler Ebene. Ein Erklärungsversuch wäre der Punkt, dass viele potentielle Wähler wohl aus taktischen Gründen ihre Stimme der AFD schenkten. Des Weiteren ist dies wohl auch zum Teil der Tatsache geschuldet, dass der Wahlkampf und die Präsenz im Dortmunder Stadtbild der Partei eher mager im Vergleich zu vergangenen Wahlen war.

Zählt man alle Stimmen der drei aufgeführten Parteien zusammen, kommen patriotische, nationale und/oder oppositionelle Kräfte in Dortmund auf über 8 Prozent der Wahlberechtigten. Das macht rund ein Zehntel der Dortmunder Wählerinnen und Wähler aus. In Summe sind dies rund 25.000 Wähler.

Zieht man alle Ergebnisse zugrunde, sowohl bundesweit als auch auf kommunaler Ebene, haben rechte Parteien natürlich Verluste erzielt. Doch zur Wahrheit gehört auch, dass dieser Wahlkampf nicht von Themen bestimmt wurde, die rechte Kernthemen sind. Denn diese waren bei der vergangenen Bundestagswahl, zu Zeiten der “Flüchlingskrise” und der öffentlichen Diskussion hierüber, definitiv gegeben. So lässt sich allerdings festhalten, dass die, die nun ihr Kreuz bei rechten oder vermeintlich rechten Parteien gemacht haben (auch sicherlich Teile der Nichtwähler), als eine gewisse Stammwählerschaft für rechte Positionen definiert werden können und diese unabhängig von Faktoren erreichbar für nationale Inhalte und Ideen sind. Das ist die momentane Faktenlage!

6 Kommentare

  1. Ich denke sogar dass in der Theorie weitaus mehr Deutsche rechtsoffen sind. Aus irgendwelchen inneren Zwängen heraus, sind sie jedoch am Wahltag nicht bereit, ihrer “Überzeugungen” nach zu wählen.

  2. Ich bin aktuell auf Kriegsfuß mit der LEG und begrüße selbst als ,,Rechter” den Volksentscheid in Berlin, die ,,Deutsche Wohnen” und alle Wohnungsgesellschaften über 3000 Wohnungen zu enteignen, um diese perversen Ausuferungen der Mieten einzudämmen.

    Leider ist die AfD in diesem Punkt leider eine unwählbare Bonzenpartei. Gleiches gilt für eine Reichensteuer.

    Aus migrationspolitischer Sicht kämen Parteien, die sich für solche Enteignungen oder eine solche Steuer aussprechen jedoch nicht in Frage.

    Aus diesem Grund habe ich mich sehr kurzfristig dagegen eine entschieden, wählen zu gehen. Kleiner Fakt zur Ergänzung:
    Beim Wahl-O-Mat-Ergebnis stand die AfD bei mir an LETZTER Stelle.

    • Es geht nicht darum, ob die AFD immer mit einem persönlich d´accord geht. Sozial oder gar volkssozialistisch ist sie weder inhaltlich noch personell (Ausnahmen bestätigen die Regel), das steht außer Frage. Dennoch ist sie derzeit die einzige Partei die das rechte Lager bündeln und Wahlerfolge einholen kann. Auch muss man sagen, dass sie offiziell die einzige etablierte Partei ist, die Deutschland kulturell nicht abschaffen möchte und sich gegen den Einwanderungswahnsinn stellt. Also ist doch hier der Konsens aller AFD-Wähler, Deutschland und das deutsche Volk erhalten zu wollen. Über alles andere kann man noch an anderer Stelle und mit der Zeit streiten. Man merkt es ja auch an den Reaktionen der Altparteien, sie schäumen in puncto AFD bei jedem auch ach so kleinen Nadelstich vor Wut. Sie schwadronierten davon, dass die AFD nach nur einer Legislaturperiode aus dem Parlament geworfen wird, doch hiermit scheiterten diese arroganten Demokraten. Mit der Stimme für eine AFD kann man ein Zeichen gegen diese linken Blockparteien setzen, das ist soziologisch enorm wichtig, zumindest deutlich besser als immer nur 1% Prozentpartei zu sein, wie es aus rechter Sicht mit NPD und Co. zuvor die Jahre war. Man vermittelt der Gesellschaft: 10 Prozent der Bundesbürger sind rechts, immerhin, Erfolge (und seien es auch nur kleine) machen sexy. Vom Nichtwählen jedoch haben wir Nationale rein gar nichts, dieses System lässt sich nicht durch Nichtwählen abstrafen!

      Schade, verschenkte Stimme!

  3. Ob sich die Menschen freuen über das was kommt bleibt abzuwarten . Besonders in NRW werden mehr beschnittene Populationen mit Begünstigung der Grünen ihre Verbrechen ausüben kommen . Igitt ! Ich rate den Menschen zur Wachsamkeit und Eigensicherung .

  4. @Ansager

    Ich verstehe zwar deinen Standpunkt, aber die AfD wäre keine Partei, mit der man ,,später streiten” könnte.

    Die AfD zieht viele rechte Wähler aus migrationspolitischen Gründen und dem sog. ,,Rechten Flügel an”. So wie sie mich bei vergangenen Wahlen (abgesehen von Kommunalwahlen) angezogen hat. Hinsichtlich vergangener Wahlen selbstkritisch – und da verwette ich Einiges, dass ich nicht der Einzige wäre- gehe ich mit der Partei eben nicht mehr so d’accord, wenn man sich das komplette Wahlprogramm vor Augen hält. Ja, wir sind national, aber wir sind im Idealfall eben auch sozial. Was AfD Politiker ggü Hartz4-Empfängern und sozial schwächeren Volksgenossen äußern und umsetzen wollen (bin im Übrigen recht erfolgreich berufstätig), ist nicht das, was ich für meine arbeitslosen Freundinnen und Freunde wählen möchte. Da reicht mir die Kritik an der Flüchtlingspolitik leider nicht aus.

    Wie oben beschrieben, hat mich persönlich ein anderes Thema vor der Wahl sehr beschäftigt – und das seit min. einem Jahr. Und doch, es ist meine persönliche Meinung, die ich nicht zurückstelle und die mich dazu bewegt, eine Partei zu wählen oder eben auch nicht. Gegen viele Prinzipien hätte ich verstoßen, wenn ich nur aufgrund dieses Interesses eine Partei gewählt hätte, die uns feindlich ggü steht. Das habe ich nicht getan. Auf ein Neues. Die AfD darf gerne am Zug sein und nachbessern.

  5. Wenn man das Balzen der Polit Bagage in den Nachrichten verfolgt kommt mir die Galle hoch ! Die Grüne Verschwörung wird sich gegen die Menschen stellen und die beschnittenen werden uns noch mehr belästigen dürfen .

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